Urlaub Sardinien vom 9.6.24 bis 17.6.24, Alex, Speidel und Igor.
Zuerst fahren wir mit dem Motorrädern von Lustenau Richtung Genua, über den San Bernadino und bei Mailand vorbei. Dann setzen wir mit der Fähre – auf der wir in „Kajüten“ übernachten – nach Sardinien über. Hoffentlich ist uns das Wetter hold, der langfristige Bericht verheißt nix Gutes.. ☹️

Mit dem Wetter hatten wir Glück und bekamen nur einige wenige Tropfen ab. Als wir Genua erreichten, verpassten wir die Ausfahrt Richtung Porto di Genova. Dies zwang uns dazu eine andere Ausfahrt zu nehmen und dann quer durch diese grausliche Stadt zu irren, was schließlich darin mündete, dass wir uns auch noch verloren haben. Aber da wir ein gutes Team sind, und ähnlich ticken, trafen wir uns wenig später doch am Hafen wieder. Beim Check-in sind wir fast verdurstet, haben es später aber doch auf unseren Platz auf der Fähre geschafft und unsere ‚Zimmerlein‘ bezogen.



Nach einem völlig überteuerten Standardessen genossen wir noch ein wenig die frische Brise vom Ligurischen Meer her. Später in unseren Betten, massierte uns der Schiffsmotor ordentlich den Rücken.

Nächster Morgen, 05:45

WOW !
Wir sind 1 1/2 Stunden zu spät ankommen, weil die ganze Nacht der Wind pfiff. Das Radio spielte 0 von 6 verfügbaren ‚Sendern‘, aber sonst eine tolle und überraschend ruhige Überfahrt. Der Meerblick entschädigte uns dann aber für alles an Bord erlebte.

In Olbia angelegt, verließen wir das Schiff und fuhren landeinwärts, weil wir drängenden Hunger hatten. Die angefahrene Steppen-Pizzeria nahm dann doch tatsächlich ab 12:03 die Bestellungen entgegen. War ganz köstlich.
Nun ging es durch die Pampa Richtung Hotel nach Castelsardo. Was wird uns erwarten ?

Das Hotel ‚pickt‘ irgendwie am Felsen, ist aber sehr schön ausgestattet und äußerst reinlich. Wir hatten das Glück, dass wir Zimmer bekommen haben, wo wir präzise sehen, WIE es am Felsen pickt, also leider kein Meerblick.

Blick in die andere Richtung 😁
Am Abend wurden wir noch etwas ‚läufig‘ und erkundeten die Umgebung. Hier das Ergebnis unserer Recherche:








Dienstag 11.6.24. È abbastanza caldo!
Am Vormittag suchte ich einen Funkplatz, den ich nach einigen km auch fand. Optimal für KW, oberkünftig, abgesperrte Straße wegen Baustelle. Hier hab ich meine Ruhe.

Die Landschaft ist atemberaubend, die Straßen, bis auf ein paar wenige, in einem desaströsen Zustand. Hoffentlich halten die Reifen diese Woche durch.



Am Nachmittag Siesta. Man passt sich ja der Umgebung an. Am späten Nachmittag stand eine kleine Aufahrt an. Zuerst durch Lu Bagnu nach Porto Torres, von dort bis Sassari, und über Osilio nach Castelsardo retour.





@home. Das Abendessen war leider nicht Unseres. Fischzeugs und ungewürzte Fleischis. Naja, wir haben draus gelernt. Und nun mal gugga, was der RaiTre sagt…
Mittwoch, 12.6.2024. Ha piovuto durante la notte.
Das Wetter war wieder gut. Deshalb machten wir einige Besorgungen wie Trauben und Getränke, und am späteren Nachmittag stand eine kleine Ausfahrt an. Anbei ein paar Impressionen..






Um 22:00 fuhr ich noch mit dem Motorrad zum Castell und nahm meine IC7300 in Betrieb.


Donnerstag 13.6.24. Buongiorno. Che bella giornata!
Ri Ti Ti. Heute Mittag machen wir eine ganz tolle Tour. Wir werden die Küstenstraße von Alghero nach Bosa fahren.


Zuerst über Sassari nach Alghero, wo wir ein bisschen im Zentrum bummelten. Außen modern, alter Kern. Schönes Städchen.





Nach einem Besuch in einem Straßencaffè und der Bekanntschaft mit einem seltsamen ‚Bezahlungsautomaten‘ neben der besetzten Registrierkassa, setzten wir unsere Reise fort. Nun gings zur Küstenstraße. Wirklich atemberaubend!

Zuerst noch die 360°-Cam flott machen, dann geht‘s los.







In Bosa angekommen versuchten wir einen guten Blick auf die berühmten Häuser zu finden. Was ohne Drohne oder Bergsteigen mit Teleobjektiv leider nicht möglich war.

Ein wunderschönes Dörfchen in einer kleinen Bucht am Meer. Alte Straßen mit Pflastersteinen, verwinkelte Gassen und Durchgänge, und der mediterane Flair. Einfach toll.




Die Rückfahrt von 130km kostete etwas Energie, da es zunehmend dunkel wurde. Die Straßen hier sind entweder neu asphaltiert, oder massig von Schlaglöchern, Schanzen und Furchen durchzogen. Der Reifensatz wird gerade noch bis nach Hause reichen 🙁
Freitag 14.6.24. Resteremo in città oggi.
Markt? Pfff. Wir haben keinen gefunden. Nicht mal einen Stand. Also besuchten wir alle ansässigen KlimBim Läden und kauften Schrott.
Siesta…..
Und so vegitierten wir den Tag hindurch, denn auch wir hatten eine Entertainment Pause nötig.
Samstag, 15.6.24. Un‘altra bella giornata.
Es geht almählich dem Ende der Reise zu, deshalb werden die Ausflüge kleiner, um Energie für die Rückfahrt zu sparen.

Ein Abstecher zur, nicht weit entfernten römischen Siedlung ließ ich mir nicht nehmen.


Beim Roccia Elefante und dem Turm fuhr ich auch noch rasch vorbei.


Dann trafen wir uns bei einem Frutta Verdura Olio Händler und fuhren Isola Rossa an.


Hier der Beweis, daß wir einen Parkschein gelöst haben, bevor ihn jemand stahl. Der freundliche Deutsche hat ihn uns fürs Foto geborgt.

Zum Abschluss gingen wir noch zum Italiener. Interessant was ich auf der Speisekarte fand:

Irgendwie beschlich mich das Gefühl eines absoluten Stilbruchs. Aber satt war ich dannach. Dank der Fritten 😉
Sonntag 16.6.24. L‘ultimo giorno.
Den letzten Tag nahmen wir locker, und deshalb erklimmten Alex und ich das Castell.

Hier wird die Geschichte der Korbflechtkunst bis ins kleinste Detail ausgelutscht. Ein bemerkenswertes Handwerk, doch die halbe Erklärung wäre auch ausreichend gewesen.
Wir wurden so zugestrudelt mit dem Zeug, daß wir vergessen haben es zu fotografieren 🙂





Auch Sicherheit wird hier ganz groß geschrieben…

Nach zwei Zimmerstunden verliessen wir Castelsardo und fuhren 20km südwärts, um am Sandstrande ein Salzbad zu nehmen.


Keine Seele weit und breit…

Nun war der letzte Abend angebrochen, und wir gingen noch auf eine Pizza rauf ins Dorf.


Die letzte Pizza war auch die beste der Woche.
Ende gut, alles gut. Morgen geht‘s wieder nach Olbia, zur Fähre.
In weiser Voraussicht nehmen wir diesmal etwas zu essen mit an Bord. Und irgendeinen kalten Büxenkaffe von der Tanke. Den 0815 G‘fraß brauch ich kein zweites Mal mehr.
Montag, 17.6.24. L‘asciamo l‘isola 🙁
Letztes Frühstück. Die restliche Kosten wie Garage berappen. Und dann gings los Richtung Olbia. Einer der Teilnehmer, Biondo, wollte noch einen Abstecher zu einer archäologischen Stätte machen.

Die Dolmen, eine 5.000 Jahre alte Stätte seltsam geschlichteter Monolithen.



Dann saßen wir die restliche Zeit in einem Caffè aus.

CIAO SARDEGNA 👋🏻👋🏻
Dienstag, 18.6.24. Die Heimkehr

In Genova angekommen suchten wir einen Reifenhändler auf, der zuvor schon über unseren Besuch informiert wurde. Der wechselte dann auch bei Chris gleich die Reifen. Um 11:00 gings weiter.

Die Autostrada aus Genova raus ist ein Wahnsinn. Überhaupt der Verkehr dort, oder besser in ganz Italien.
Rücksichtloses Fahren, dauernd die blöde Huperei. Man kennt es aus diversen Filmen…

Milano ist auch ein chaotisches Pflaster. Mehrspurige Autobahnen, zig Überkreuzungen, Abfahrten, Auffahrten, Baustellen, Verengungen etc. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Gleich nach der Abzweigung Richtung Monza mussten wir regelrecht verschnaufen. Im Motorradhääs hatte es fix über 40°!

Nun gings auf den Malojapass. Steile, enge Kurven, erster Gang. Dann der Julietpass mit 2.280m Höhe. So macht Fahren Spaß.

Zum Schluss noch ein paar Graubündner Täler, Chur, Sargans und hier, in Dorabira, endet die Reise. Alex und Chris fuhren nach Luschnou.
Vielen Dank für eure geschätzte Aufmerksamkeit 👍👍.